Planungen entschieden zu wenig

Bürgerinitiative “Unsere Altstadt” fordert umfangreichere Nachpflanzungen

Vor eini­gen Tage hat der Eigen­be­triebs Grün­flä­chen- und Bestat­tungs­we­sen Koblenz in Bezug auf die städ­ti­schen Bäu­me die Fäll- und Pflanz­lis­te zum Herbst ver­öf­fent­licht [https://www.koblenz.de/rathaus/verwaltung/pressemeldungen/261015-koblenz-investiert-in-neue-baeume-fuer-die-zukunft-und-entfernt-geschaedigtes-stadtgruen].

Ins­ge­samt wer­den 157 Bäu­me, die zum Teil auch schon abge­stor­ben sind, ent­nom­men und 261 neu- oder nach­ge­pflanzt (vor allem im Aus­gleichs­ge­biet Maria Trost). Für die Alt­stadt sind 5 Fäl­lun­gen (im Bereich Löhr Cen­ter, Rei­chens­ber­ger­platz, Altl­öhr­tor, Flor­ins­markt und Mosel­ufer) vor­ge­se­hen. Hin­zu kommt eine Not­fäl­lung auf dem Flor­ins­markt in der letz­ten Woche. Nach­ge­pflanzt wer­den aber nur 4 Bäu­me (im Bereich Altl­öhr­tor, Löhr Cen­ter, Mosel­ufer + Rei­chen­ber­ger Platz) sowie ein grö­ße­rer Strauch (Mosel­ufer).

Dies ist nach Ansicht der Bür­ger­initia­ti­ve “Unse­re Alt­stadt” ent­schie­den zu wenig. “Gera­de vor dem Hin­ter­grund der Hit­ze­er­fah­rung des letz­ten Som­mers und der all­seits pro­pa­gier­ten For­de­rung nach Begrü­nung der Innen­städ­te eine unzu­rei­chen­de Her­an­ge­hens­wei­se” kom­men­tiert Jür­gen Potratz die vor­lie­gen­de Pla­nung.

“Allein die Beschat­tung des gefäll­ten Bau­mes auf dem Flor­ins­markt und sei­ne Bio­mas­se hat­te mehr Sub­stanz als die vier für die gesam­te Alt­stadt ange­dach­ten Neu­pflan­zun­gen”, assis­tiert Vor­stands­mit­glied Claus Mölich die­se Ein­schät­zung. Auch Baum­lü­cken der letz­ten Jah­re, wie zum Bei­spiel am Peter-Alt­mei­er-Ufer und vor dem Löhr­Cen­ter, müss­ten end­lich wie­der besetzt wer­den.

Gabrie­la Born, zugleich auch Vor­sit­zen­de des Ver­eins der Freun­de des Gar­ten Her­let, unter­strich bei einem Vor-Ort Ter­min an den Stand­or­ten der Fäl­lun­gen und Aus­gleichs­pflan­zun­gen, auch den Blick auf den Erhalt der bis­he­ri­gen Baum­sub­stanz zu schär­fen, denn “ohne flan­kie­ren­de Maß­nah­men, wie die Inves­ti­ti­on in Bewäs­se­rungs­sys­te­me und Schutz vor schä­di­gen­den Umwelt­ein­flüs­sen, wer­den noch mehr Bäu­me ster­ben.“

Für die Bür­ger­initia­ti­ve ist klar: nur zusätz­li­che Pflan­zun­gen mit inte­grier­ten Bewäs­se­rungs­sys­te­men, Kon­zep­te zur Ent­sie­ge­lung der Innen­hö­fe und Plät­ze, Son­nen­se­gel und Fas­sa­den­be­grü­nun­gen sind geeig­net den Wohn- und Lebens­raum Alt- und Innen­stadt den Kli­ma­ver­än­de­run­gen anzu­pas­sen.