Ortsring Ehrenbreitstein und Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ wollen enger zusammenarbeiten
Ortsring Ehrenbreitstein und Bürgerinitiative “Unsere Altstadt” wollen ihre Zusammenarbeit künftig intensivieren.
Bei einem Treffen im Diehls Hotel zeigte sich schnell, dass beide Initiativen weit mehr verbindet als zunächst angenommen. Trotz des oft zitierten „trennenden Rheins“ vereinbarten die Vertreter beider Seiten eine engere und kollegiale Kooperation.
Die Vorsitzenden Manfred Diehl für den Ortsring und Winfried Hähle für die Bürgerinitiative verwiesen auf die gemeinsamen historischen Wurzeln beider Stadtteile. Sichtbar geworden sei dies zuletzt bei der Prozession zu Ehren der seligen Rizza von der Kapuzinerkirche über den Rhein zur Basilika St. Kastor. Schon heute gebe es enge personelle und kulturelle Verbindungen zwischen der Altstadt und Ehrenbreitstein. Diese wolle man künftig weiter ausbauen – auch durch gegenseitige Einladungen und gemeinsame Projekte.
Ein zentrales Thema des Treffens war die eingestellte Fährverbindung zwischen der Koblenzer Altstadt und Ehrenbreitstein, die bislang von der Personenschifffahrt Gilles betrieben wurde. Winfried Hähle und Jürgen Potratz berichteten von zahlreichen Beschwerden aus der Bevölkerung, insbesondere von älteren Menschen, die das Ende der Verbindung bedauerten. Manfred Diehl erklärte, auch der Stadtrat sei von der Entwicklung überrascht worden – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die bisherige Betreiberfirma parallel um ein Bootsshuttle zur Bundesgartenschau 2029 beworben habe. Jürgen Potratz regte an, die Problematik in einem Gespräch mit Oberbürgermeister David Langner aufzugreifen. Nach Einschätzung von Manfred Diehl liege die Zuständigkeit allerdings auf Landesebene bei der SGD Nord. Der Kontakt dorthin solle daher über den Oberbürgermeister gesucht werden. Beide Initiativen betonten abschließend, dass die Anregung und Initiative zur Wiederaufnahme einer Fährverbindung aus der Mitte der Bürgerschaft kommen müsse.
