KOBLENZER BÜRGERMEISTERIN IM AUSTAUSCH MIT DER BÜRGERINITIATIVE „UNSERE ALTSTADT“

Zu einem Gesprächs­ter­min tra­fen sich Bür­ger­meis­te­rin Dr. Dag­mar Kranz und die Ver­tre­ter der Bür­ger­initia­ti­ve „Unse­re Alt­stadt“ Win­fried Häh­le und Jür­gen Potratz jung­st, um sich über anste­hen­de Pro­ble­me in der Alt­stadt aus­zu­tau­schen.

Nach Ansicht der Bür­ger­initia­ti­ve sind es vor allem zwei grund­sätz­li­che The­men­be­rei­che:
Ange­spro­chen wur­den zum einen die immer wie­der vor­kom­men­den Regel­ver­stö­ße und die nicht immer sicht­ba­re Kon­se­quenz der Ahn­dung (ob Poser, ver­kehrs­wid­rig agie­ren­de Zwei­rad­fah­rer, ver­bo­te­nes Tau­ben­füt­tern oder das Müll­pro­blem vom ord­nungs­wid­ri­gen Ent­sor­gen der Ziga­ret­ten­kip­pen, über ToGo-Ver­pa­ckun­gen bis zur Müll­ent­sor­gung aus Feri­en­woh­nun­gen). Zum ande­ren mach­te die Bür­ger­initia­ti­ve erneut auf Ver­an­stal­tun­gen und Events in der Alt­stadt auf­merk­sam, die von zum Teil Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­nern als belas­tend emp­fun­den wer­den, unter ande­rem wegen der hohen Laut­stär­ke, der teil­wei­sen Ein­schrän­kung des öffent­li­chen Rau­mes und der Bepar­kung von Anwoh­ner­be­rei­chen.

Die Bür­ger­initia­ti­ve befürch­tet nega­ti­ve Ver­än­de­run­gen des sozia­len Umfel­des, ins­be­son­de­re eine gerin­ge­re Wohn­ver­weil­dau­er in der Alt­stadt, die sich durch die Erwei­te­rung von Feri­en­woh­nun­gen, rück­läu­fi­ge Nah­ver­sor­gung und weni­ger Lebens- und Auf­ent­halts­qua­li­tät. Für die Bür­ger­initia­ti­ve ste­he dabei fest, dass die Bewoh­ner sich kei­ne „tote“ Alt­stadt wün­schen, son­dern einen lebens­wer­ten, attrak­ti­ven Stand­ort.

Bür­ger­meis­te­rin Dr. Dag­mar Kranz führ­te dazu aus, dass die Poli­zei gemein­sam mit dem Ord­nungs­amt und dem Haupt­zoll­amt seit Mai 2026 — unter ande­rem durch das Kon­zept einer beson­de­ren Auf­bau­or­ga­ni­sa­ti­on (BAO) — inten­si­ve Kon­trol­len im Stadt­ge­biet Koblenz durch­führt. Ziel sind ins­be­son­de­re die Kon­trol­len von Grup­pen Jugend­li­cher und jun­ger Erwach­se­ner, die in bestimm­ten Berei­chen der Innen­stadt und im Bereich der Alt­stadt durch die Bege­hung von Straf­ta­ten und Ord­nungs­wid­rig­kei­ten auf­fal­len. Die­se mit einem Per­so­nal­ein­satz von teils mehr als 150 Ein­satz­kräf­ten durch­ge­führ­ten Maß­nah­men haben zu über 1.000 Per­so­nen­kon­trol­len und Kon­trol­len von Kios­ken, Tabak­lä­den und Shi­sha-Bars geführt, im Zuge derer mehr als 150 Straf­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet wur­den und eine Beru­hi­gung der Lage in den letz­ten Wochen zu beob­ach­ten ist, wie auch die Bür­ger­initia­ti­ve „Unse­re Alt­stadt“ fest­stell­te.

Mit Blick auf die kom­men­den Wochen und ins­be­son­de­re auf den bevor­ste­hen­den Weih­nachts­markt wird daher wei­ter­hin auf eine ver­stärk­te und gut sicht­ba­re Prä­senz mit gemein­sa­men Kon­trol­len gesetzt. Ergän­zend wur­de auch die Mög­lich­keit der betrof­fe­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ange­spro­chen, zivil­recht­lich gegen sich wie­der­ho­len­de unzu­mut­ba­re Lärm­im­mis­sio­nen zu Las­ten der Nach­bar­schaft vor­zu­ge­hen.

Schließ­lich sol­len Müll­ab­la­ge­run­gen rund um die Lieb­frau­en­kir­che im Hin­blick auf das denk­mal­ge­schütz­te Ambi­en­te ver­stärkt in den Blick genom­men wer­den.

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