“Tiere sind ein Segen”

Am Wochen­en­de kamen in Koblen­zer vie­le Tier­freun­de, Tier­lieb­ha­ber und Tier­be­sit­zer auf Ihre Kos­ten. Der Pas­to­ra­le Raum Koblenz hat­te zur Ver­an­stal­tungs­rei­he “800 Jah­re Franz von Assi­si” gela­den. Franz von Assi­si (1181/82 — 1226) war nicht nur Ordens­grün­der, son­dern auch Mah­ner zur Mensch­lich­keit und Natur­freund. Beson­de­re Lie­be ent­wi­ckel­te er zu Tie­ren und Pflan­zen. Er sah vor­al­lem Tie­re als eigen­stän­di­ge Geschöp­fe und Mit­schöp­fe an, die gemein­sam mit den Men­schen Teil einer gro­ßen Fami­lie auf die­ser Erde sind.

Dar­an soll­te sich auch Stadt­raum­ge­stal­tung aus­rich­ten. Was­ser­stel­len, Blüh­be­pflan­zung, Bäu­me und Sträu­cher in der Innen­stadt hel­fen nicht nur bei der opti­schen Erbau­ung und dem Kli­ma­schutz, son­dern geben Tie­ren und Pflan­zen Lebens­raum und Lebens­grund­la­ge [www.bund-naturschutz.de/natur-und-landschaft/stadt-als-lebensraum].

In die­ser Hin­sicht war das Orgel­kon­zert mit Wer­ken von Oli­vi­er Mes­siaen in der Lieb­frau­en­kir­che, bei dem Vogel­stim­men auf­ge­grif­fen und in Orgel­klän­ge umge­wan­delt wur­den, beson­ders ein­drucks­voll. Denn eini­ge Vögel davon, vor­al­lem die Amseln und Mei­sen, bevöl­kern zwar noch die Innen­hö­fe und stil­le­ren Orte unse­rer Alt­stadt, ihre Stim­men sind aber im urba­nen Geräusch­pe­gel immer weni­ger hör­bar.

Höhe­punkt der Rei­he war sicher­lich der öku­me­ni­sche Got­tes­dienst unter dem Mot­to “Tie­re sind ein Segen” im Para­dies­gar­ten neben der Basi­li­ka St. Kas­tor, an der zahl­rei­che Haus­tier­be­sit­zer (vor allem Hun­de­hal­ter) teil­nah­men. Im die­sem Zusam­men­hang auch einen beson­de­ren Dank an alle Alt­städ­ter Hun­de­be­sit­zer, die rück­sichts­voll Tag­aus und Tag­ein ihre Gas­si­run­den dre­hen und die Hin­ter­las­sen­schaf­ten ihrer vier­bei­ni­gen Freun­de und Mit­be­woh­ner besei­ti­gen und so umsich­tig zur Sau­ber­keit der Stadt bei­tra­gen.

Herz­li­chen Dank, dass die­se The­men auf­ge­grif­fen und ins Bewusst­sein gerückt wur­den. Eine lebens- und lie­bens­wer­te Alt- und Innen­stadt muss auch Flo­ra und Fau­na mit­be­rück­sich­ti­gen und auch hier gilt: der Respekt zählt!