O Mosella

Ich hab daheim einen Bal­kon, der geht zur Mosel raus.

Doch der Fluss, der dort fließt, sieht der­zeit trau­rig aus.

Kein Kor­mo­ran, kein Schwan, kein Ent, auch nicht die vom Nil.

Für das gan­ze Feder­vieh ist die Hit­ze viel zu viel.

Auch die Alt­stadt­vö­gel blei­ben stumm.

Die picken auf ver­dorr­ten Kör­ne­ren rum.

Bei die­sem wenig Was­ser, ent­blößt der Fluss man­ches Gerüm­pel.

Der sonst so stol­ze Strom, gleicht einem toten Tüm­pel.

Vater Rhein und Mut­ter Mosel, macht euch die Erde unter­tan.

Doch das wir auch behü­ten sol­len, davon hat kein Mensch ein Plan.

Was soll die Kla­ge, das Geschwätz?

Der Schrei­ber, fal­sche Prio­ri­tä­ten setzt!

Zu Rhein in Flam­men die Kas­sen klin­gen.

Wein­se­lig wir das Lied vom Vater Rhei­ne sin­gen.

Da denk ich an mei­nen Onkel Albert, was er gesagt sei, nicht ver­ges­sen.

Am Ende ist doch Alles nichts, denn Geld kann man nicht fres­sen.