LESERBRIEFZUSCHRIFT zu einem Beitrag der Rhein-Zeitung zur Verkehrssituation in der Altstadt vom 21. Mai 2026 (abgedruckt in der RZ am 08. Juli 2026)
Wir wohnen schon lange und sehr gerne in der Altstadt von Koblenz. Hier haben unsere Vorfahren Eigentum und Wohnraum geschaffen, nach dem Krieg wieder aufgebaut und lange gelebt. Und das wollen wir auch weiter!
Die ständigen Verkehrsänderungsversuche sind sicherlich sinnvoll und der Radverkehr auf der Balduinbrücke sollte zufriedenstellend gelöst werden. Jedoch zwingen die ständigen Änderungen die Besucher und auch Bewohner der Stadt sich ständig neu zu organisieren. Die Parksituation in der Weisser Gasse zum Beispiel ist immer noch eine Touristen- und Stadtbesucher- Falle weil die Beschilderung des Anliegerbereiches trotz mehrmaliger Bitten der Anwohnerschaft nicht geändert wird. Die Anlieger haben das Nachsehen, weil die für sie gedachten Plätze fremdbeparkt werden. Die Stadt verdient daran zwar an dieser Situation, löst das Problem aber nicht.
Ob dieses Vorgehen den Einzelhandel in Koblenz attraktiv macht können wir bezweifeln.
Nun zu dem Einwurf von Herrn Naumann in der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzauschusses “wir Bewohner der Altstadt sollten doch wegen der Ruhe nach Rübenach ziehen” (zitiert in RZ am 21. Mai 2026). Das empfinden wir wirklich befremdlich. Sind wir als Altstädter denn weniger Wert als Touristen und Menschen die die Stadt von auswärts besuchen? Der Vorwurf kommt ja auch immer bei Lärmmeldungen und ehrlich gesagt entbehrt der Vorschlag ja auch jeder Möglichkeit der Realisierung. Wir sind jeden Falls nicht dafür die Altstadt zu entvölkern. Einem Herrn Naumann, der sich eigentlich für die Belange der Altstadtbewohner einsetzen sollte, können wir nur empfehlen in sich zu gehen und seine Haltung zu ändern. Noch mehr davon und die Stimmanteile der SPD werden weiter sinken. Von uns gibt es für diese Aussage jedenfalls eine Rote Karte.
Uwe Radermacher und Jürgen Potratz
