Engere Verzahnung in der Projektarbeit

“Generationsübergreifende Erinnerungskultur” zentrales Thema beim Meinungsaustausch mit Kulturdezernent Ingo Schneider

Zu einem Infor­ma­ti­ons- und Mei­nungs­aus­tausch über Fra­gen der Erin­ne­rungs­ar­beit tra­fen sich Ver­tre­ter der Bür­ger­initia­ti­ve “Unse­re Alt­stadt” mit Ingo Schnei­der, Dezer­nent für Bil­dung und Kul­tur der Stadt Koblenz. An der Bespre­chung nahm zudem Pfar­re­rin Mari­na Bril­may­er von der Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Koblenz-Mit­te teil, deren Kon­fir­man­den­grup­pen in den letz­ten Jah­ren bei zahl­rei­chen Erin­ne­rungs­pro­jek­ten zum 9. Novem­ber und dem Kriegs­en­de vor 80 Jah­ren in der Koblen­zer Alt­stadt mit der Bür­ger­initia­ti­ve koope­rie­ren. Alle waren sich der beson­de­ren Bedeu­tung eines gene­ra­ti­ons­über­grei­fen­den Ansat­zes der Erin­ne­rungs­kul­tur bewusst und kamen über­ein in die­sen Berei­chen eine enge­re Ver­zah­nung von Pro­jek­ten vor­an­zu­trei­ben.

Pfar­re­rin Mari­na Bril­may­er berich­te­te von den ein­drück­li­chen Begeg­nun­gen zwi­schen Kon­fir­man­den­grup­pen und Zeit­zeu­gen, die u.a. die Koblen­zer Bom­ben­nacht als Kind erlebt hat­ten. Gemein­sam tausch­ten sich die Anwe­sen­den dar­über aus, dass Begeg­nun­gen, Erfah­run­gen und Erleb­nis­se für Kin­der und Jugend­li­che beson­ders ein­präg­sam sind — oder auch krea­ti­ves Schaf­fen. Pfar­re­rin Bril­may­er erzähl­te in dem Zusam­men­hang von “Frie­dens­kis­ten”, die die Kon­fir­man­den­grup­pe im letz­ten Jahr unter der Fra­ge­stel­lung gebaut hat­ten, was sie selbst sich von der Welt in Zukunft wün­schen.

Für die Bür­ger­initia­ti­ve beton­te Jür­gen Potratz, dass die­se sich seit Anbe­ginn ihrer Grün­dung auch mit dem Erin­nern und Geden­ken an her­aus­ra­gen­de und prä­gen­de Ereig­nis­se der Stadt­ge­schich­te beschäf­tigt habe und ihr es wich­tig sei, Kin­der und Jugend­li­che auch außer­halb schu­li­scher Kon­tex­te in die­se Erin­ne­rungs­ar­beit ein­zu­bin­den und Wer­te zu ver­mit­teln.

“Koblenz lebt eine Erin­ne­rungs­kul­tur vor, auf die man in der Stadt zu Recht stolz sein kann”, beton­te Dezer­nent Ingo Schnei­der. Es gebe sehr vie­le enga­gier­te Men­schen, zahl­rei­che Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen, die sich dafür ein­set­zen. Und auch für die Stadt Koblenz nimmt die Erin­ne­rungs­kul­tur einen hohen Stel­len­wert ein. Die Ver­an­stal­tungs­rei­he “80 Jah­re Kriegs­en­de” im ver­gan­ge­nen Jahr habe neben vie­len ande­ren ein­drucks­voll gezeigt, wel­che Früch­te das tra­gen kann. “Alle Gene­ra­tio­nen glei­cher­ma­ßen ein­zu­bin­den, ist ein wich­ti­ger Ansatz, den wir auch künf­tig wei­ter ver­fol­gen wer­den.”