Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ im Gespräch mit Josef Oster

Koblenzer Hof und Herlet-Garten mit Altstadtbunker waren Themen

Aus Anlass der „Zuhör­Som­mer­Tour“ tra­fen sich der Vor­stand der Bür­ger­initia­ti­ve „Unse­re Alt­stadt“ mit dem Wahl­kreis­ab­ge­ord­ne­ten Josef Oster in der Geschäfts­stel­le der CDU zu einem Ken­nen­lern­ge­spräch und Gedan­ken­aus­tausch. Josef Oster, der sich selbst für eine „gute und lebens­wer­te Zukunft sei­ner Hei­mat­re­gi­on“ enga­giert, wur­de sei­tens der BI über die grund­sätz­li­chen Zie­le infor­miert und die vie­len klei­nen und grö­ße­ren Akti­vi­tä­ten der BI, die seit der Grün­dung mit zuneh­men­den Erfolg auf­ge­grif­fen wor­den sind. Das „Zuhör-Ange­bot“ wur­de gern wahr­ge­nom­men mit einen Mann, der als Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter in Ber­lin auf obers­ter Ebe­ne ver­netzt und haut­nah infor­miert ist, aber gleich­zei­tig als Stadt­rat mit Ein­fluss- und Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten im ört­li­chen Gesche­hen. In der kur­zen ver­füg­ba­ren Zeit stan­den zwei The­men im Mit­tel­punkt: Koblen­zer Hof und Her­let-Gar­ten mit Alt­stadt­bun­ker.

Es wird als Schan­de für Koblenz ange­se­hen die Rhein­front mit Koblen­zer Hof und… Vor Jah­ren als ein­sturz­ge­fähr­det erklärt und geräumt, denk­mal­ge­schützt und in bes­ter Lage wird drin­gend eine Lösung gesucht. Anders als das Münz­meis­ter­haus und Flo­rin­markt-Ensem­ble nicht vor­schnell an pri­va­te Inves­to­ren ver­kauft noch in öffent­li­cher Hand (Bima) steht zumin­dest fest: die Lie­gen­schaf­ten wer­den nach jet­zi­gem Stand bis 2026 von der Bun­des­wehr end­gül­tig geräumt, saniert und einem neu­en Zweck zuge­führt.
Die BI bat mög­lichst schon jetzt eine Nut­zungs­stu­die zu beauf­tra­gen, zum Zeit­ge­winn und um dann früh­zei­tig Interessenten/Investoren anzu­spre­chen. Auch die Nut­zung des Erd­ge­schos­ses mit klei­nen Geschäf­ten und Fri­seur wie im his­to­ri­schen Hotel wur­de ange­regt.

Schwie­ri­ge­re Situa­ti­on beim Altstadtbunker/Herletgarten: Die Pla­nung des Groß­ho­tels ist ins Sto­cken gera­ten durch die zu erbrin­gen­den umwelt­tech­ni­schen Auf­la­gen und Nach­wei­se sowie ver­än­der­ten Bedarf als Aus­wir­kun­gen von Coro­na, Infla­ti­on und bereits neu erstell­ten oder eben­falls in Pla­nung befind­li­cher Hotels. Mög­li­cher­wei­se ist der Eigen­tü­mer zum Umden­ken bereit in Rich­tung hoch­wer­ti­ge Eigen­tums- und Stu­den­ten­woh­nun­gen. Die BI erin­ner­te in die­sem Zusam­men­hang an ihren Vor­schlag Musik­gar­ten und Arbo­re­tum, aus Zusam­men­le­gung des Phil­har­mo­nie-Gelän­des mit Her­let­gar­ten und Bun­ker. Das Gan­ze als Teil eines his­to­ri­schen Kul­tur­we­ges vom Deut­schen Eck bis zur alten Burg.

Dabei bekommt die Bun­ker-Nut­zung höchs­te Aktua­li­tät, da mit „Zeitenwende“/Ukraine-Krieg-Erfahrungen der Zivil­schutz neue hohe Bedeu­tung erhält. Durch Rück­über­tra­gung könn­te ver­mie­den wer­den, Fak­ten in die fal­sche Rich­tung zu schaf­fen! Rück­über­tra­gung, Sanie­rung und Nut­zung für Jugend­mu­sik-Grup­pen wäre auf jeden Fall bil­li­ger als jede ande­re spätere/zu spä­te Maß­nah­me!

Josef Oster zeig­te sich als Wahl­kreis­ab­ge­ord­ne­ter und Stadt­rat sehr offen zu den BI-Vor­schlä­gen und sag­te soweit mög­lich bei allen Haus­halt beding­ten Beschrän­kun­gen eine zeit­na­he Prü­fung zu.