Ein weiteres „ruhendes Projekt“ in der Koblenzer Altstadt?

Alle Koblen­zer ken­nen die­se Gebäu­de, die auf­ge­kauft und unter voll­mun­di­gen Ver­spre­chun­gen in wun­der­schö­ne Hotels und Gas­tro­no­mie umge­baut wer­den sol­len. So in den Rhein­an­la­gen oder am Gör­res­platz. Was haben sie gemein­sam? Sie schla­fen einen Dorn­rös­chen­schlaf und selbst ein denk­mal­ge­schütz­tes Gebäu­de (Café Rhein­an­la­gen) ver­fällt lang­sam. Kein Prinz kommt und küsst es wach, obwohl schon vor 14 Jah­ren ver­spro­chen wur­de, dass hier bald wie­der die Koblen­zer ihren Kaf­fee genie­ßen kön­nen.
Vie­le schau­en gespannt auf die Ent­wick­lung des geplan­ten und umstrit­te­nen Hotel­neu­baus zwi­schen Fir­mung­stra­ße und Her­let­weg. War doch immer davon die Rede, dass die Hil­ton Hotel­grup­pe als Mit­in­ves­tor ein­steigt, so teil­te Ruben Schä­fer, der PR Bera­ter von Ken­an Tay­hus vor kur­zem mit, dass die Hil­ton-Grup­pe nicht als Inves­tor und damit als Geld­ge­ber ein­steigt, son­dern Tay­hus den Namen „Hil­ton“ als Fran­chise­neh­mer ein­kauft und somit Geld gibt! Aktu­el­len Recher­chen zufol­ge bedeu­tet dies eine „ Ein­stiegs­ge­bühr“ und lau­fen­de Lizenz­ge­büh­ren.
Das finan­zi­el­les Risi­ko eines Inves­tors? Ein kost­spie­li­ges Groß­pro­jekt wie der Bun­ker­um­bau und die enor­me Ver­än­de­rung des öffent­li­chen Rau­mes „Gar­ten Her­let“ geben zu den­ken. Bekom­men wir bald noch eine „Dorn­rös­chen­rui­ne“?
Es wird erwar­tet, dass die Stadt Koblenz im Rah­men der städ­te­bau­li­chen Ziel­set­zun­gen sicher­stellt, dass im Rah­men des abzu­schlie­ßen­den Vor­ha­ben- und Erschlie­ßungs­plans die Maß­nah­me eng beglei­tet wird und eine insol­venz­ge­si­cher­te Sicher­heits­rück­la­ge für die „Wie­der­her­stel­lung“ des Gar­ten Her­lets und sei­ner Zuwe­gung vor­liegt.
Schon jetzt zei­gen sich die Pro­ble­me der Zufahrt. Beson­ders in der Ver­kehrs­füh­rung Nagels­gas­se (Anlie­ger­pol­ler) und im Her­let­weg. Wie soll dies erst bei Bau­stel­len­ver­kehr und spä­ter beim Hotel­be­trieb funk­tio­nie­ren. Hat die Stadt Koblenz auch hier­für eine Lösung?